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Informationen für Fachkräfte

Das Kinder-und Jugendhilfezentrum des Hochsauerlandkreises stärkt Kinder, Jugendliche und Familien in Krisensituationen.

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Heikle Lebenslagen deeskalieren und neue Chancen aufzeigen – das sind die Prioritäten des Kinder- und Jugendhilfezentrums des Hochsauerlandkreises. Wie das gelingt?

Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 15 Jahren erhalten eine mindestens dreiwöchige Auszeit auf Norderney. Im Ankerplatz haben sie die Möglichkeit, ihren familiären und schulischen Alltag zu reflektieren.

In dieser Zeit klären Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Angelegenheiten und sammeln neue Kräfte für einen besseren Familienzusammenhalt und gemeinsame neue Perspektiven.

Ziel ist es dabei stets, eine dauerhafte Trennung der Kinder und Jugendlichen von ihren Familien zu verhindern.

Bei Interesse an unserem Angebot setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine Mail.

Ankerplatz Norderney

Mail: kkh@hochsauerlandkreis.de
Telefon: 0291 945150

Räumlichkeiten

  • Schwimmbad
  • Gymnastikraum
  • Fahrradkeller mit Fahrrädern
  • Werkstatt
  • Bastelzimmer
  • Entspannungsraum
  • 2 Schulräume
  • Medienraum
  • Speiseraum
  • behindertengerechtes Badezimmer
  • Fitnessraum
  • Spiel- und Grillplatz
  • Therapieraum für Heilpädagogik und Ergotherapie

Ausschlusskriterien für die Aufnahme

  • dokumentierte Gewaltbereitschaft gegenüber anderen
  • akute psychiatrische Störungsbilder
  • Drogen- und Alkoholabhängigkeit
  • schwere geistige oder körperliche Behinderung
  • Diabetes mellitus
  • Suizidalität

Häufige Fragen und Antworten für Sozialarbeiter und Pädagogen

Familien in belastenden Lebenslagen sollen durch die Maßnahme Angebote der Familienfreizeit und -erholung erhalten (§ 16 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII). Auch Kinder und Jugendliche in Notsituationen (§ 20 SGB VIII) werden im Ankerplatz Norderney fachlich betreut und versorgt, z. B. bei Ausfall eines Elternteils. Aufgenommen werden weiterhin Kinder und Jugendliche, deren Familien Hilfe zur Erziehung benötigen (§ 27 SGB VIII). Der Ankerplatz Norderney bietet darüber hinaus die Möglichkeit der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen bei Inobhutnahmen wegen Kindeswohlgefährdung (§ 42 SGB VIII).

Unabhängig von den laufenden Jugendhilfemaßnahmen stehen im Ankerplatz Norderney zwei Inobhutnahmeplätze zur Verfügung.

Ziele des mindestens dreiwöchigen Aufenthalts sind: 

  • eine dauerhafte Trennung der Kinder und Jugendlichen aus ihren Familien heraus zu vermeiden
  • Entlastung und fachliche Unterstützung des Familiensystems zu schaffen
  • Perspektivklärung bei Inobhutnahme

Im Anschluss an die Maßnahme werden von den Fachkräften im Ankerplatz Norderney ausführliche Sozialberichte erstellt.

Diese beschreiben:

  • das Sozialverhalten, Auffälligkeiten in der Entwicklung, im Verhalten, in den Emotionen
  • Ressourcen, Talente, Potenziale
  • Förderbedarf
  • eine Risikoeinschätzung zur Kindeswohlgefährdung

Im Ankerplatz Norderney werden für einen Zeitraum von mindestens drei Wochen Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 15 Jahren aufgenommen und koedukativ in zwei Gruppen betreut. Die Unterbringung erfolgt geschlechtergetrennt in Einzel- oder Zweibettzimmern. Zudem steht ein Apartment für die Aufnahme eines Elternteils mit bis zu zwei Kindern zur Verfügung. Dieses besteht aus einem Schlafzimmer mit zwei Betten, einem Badezimmer und einem Wohn-Schlafraum mit Küchenzeile. Die Aufnahme richtet sich an Alleinerziehende, die sich in belastenden Familiensituationen befinden und hier ein Angebot der Familienfreizeit und -erholung in Anspruch nehmen dürfen. Bei Inobhutnahmen stehen zwei weitere separate Einzelzimmer für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung. Es gibt außerdem mehrere Gruppenräume, verschiedene Funktionsräume sowie ein Schwimmbad.

Neben den zahlreichen Spiel- und Freizeitangeboten bietet der Ankerplatz Norderney den Kindern und Jugendlichen auch Angebote der individuellen Förderung. Diese beinhalten heilpädagogische Einzelhilfe, Ergotherapie, Ernährungsschulung, Entspannungstechniken, Schulungen zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien, Fitnesstraining sowie Ernährungsberatung für Mütter und Väter.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medien sowie ihr sinnstiftender Einsatz im Alltag soll allen Kindern und Jugendlichen nahegebracht werden. Deshalb bietet der Ankerplatz Norderney die Möglichkeit, junge Menschen im Hinblick auf Medienpädagogik zu schulen.

Im Ankerplatz Norderney werden die Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch in kleinen Lerngruppen unterrichtet. Dazu stehen wir im engen Kontakt mit den Schulen in den Heimatorten der Kinder und Jugendlichen. Diese schicken entsprechende Aufgaben, die dann von den Schülerinnen und Schülern im morgendlichen Unterricht bearbeitet werden. So werden alte Themen nachgeholt und neue Inhalte geübt. Die Lehrkräfte der umliegenden Schulen unterstützen die Kinder und Jugendlichen dabei und stehen für alle Fachfragen zur Verfügung. Auch Einschulungen sind bei längeren Aufenthalten in den ortsansässigen Schulen möglich.

Anfragen für eine Aufnahme im Ankerplatz Norderney richten Sie bitte an den

Hochsauerlandkreis, Kreisjugendamt
Steinstr. 27
59872 Meschede
Telefon 0291 941204

oder inhaltlich direkt an

Ankerplatz Norderney
Kinder- und Jugendhilfezentrum des Hochsauerlandkreises
Marienstr. 16
26548 Norderney
Telefon 04932 91140